Thursday, June 05, 2008

Deutschland Trip im Juli



Kwajalein - Marshall Islands

Der Mai brachte vor allem sehr viel Tanz mit sich - immer wieder Proben, Generalproben und schliesslich etliche Auffuehrungen. Lisa tanzt dreimal in der Woche, Ballett, Jazz und Tap, an zwei verschiedenen Schulen und im Mai gaben beide Schulen insgesamt vier Auffuehrungen, drei weitere folgen noch. Und waehrend Lisa tanzte flog Hans erneut auf die Marschall Inseln, wo er - unterbrochen von einer kurzen Stipvisite zuhause (in der er die Fotos oben mitgebracht hat) - auch noch einige Wochen sein wird. Fuer Ende Juni ist ein Raketenstart geplant, fuer den ihr gerne alle die Daumen druecken duerft. Eigentlich hatten wir ja geplant, anlaesslich des 80. Geburtstags meiner Mutter endlich einmal zusammen nach Deutschland zu kommen, aber wie so haeufig ist uns der Start mit mehrmonatiger Verspaetung dazwischen geraten. Lisa und ich fliegen jetzt erst einmal allein, mit viel Glueck (nicht vergessen: Daumen druecken!) kommt Hans eventuell nach. Wir werden am 29. Juni ankommen und bis zum 5. Juli meine Eltern besuchen. Vom 6.-9. Juli sind wir dann in Bremen, und danach noch drei Tage bei Freunden in Freiburg. Zum Schluss sind noch ein paar Tage in Frankfurt eingeplant, bevor wir am 16. Juli wieder zurueck fliegen. Ich hoffe, dass ich in unserer kurzen Zeit in Bremen moeglichst viele von Euch wiedersehen kann. Meldet euch bitte bei mir, damit ich weiss, wer ueberhaupt im Lande ist.

Saturday, May 10, 2008

....der Mai ist gekommen

Hans, Janna und Lisa vor einem Museum in Balboa Park, San Diego

Janna und Lisa sehen sich einen alten Hippie Bus an

Nach einem turbulenten April geniesse wir nun den bislang etwas ruhigeren Mai. Ja, was brachte der April? Er brachte ein Wochenende bei Janna in San Diego, in dem wir eine Pompeii Ausstellung besucht haben und dabei in die Festivitaeten fuer Earth Day geraten sind, was hier neben dem Oeko-Aspekt vor allem ein froehliches Hippie Festival war. Von nah und fern waren sie in ihren feinsten Outfits - viel Batik, wallende Roecke, Ketten und weite Schlaghosen - in bunten Bussen angereist und erinnerten an Zeiten, die fuer recht viele immer noch sehr lebendig sind. Das folgende Wochenende war gleich mehrfach belegt. Hans und Janna hatten Tickets fuer das Fussball Spiel Galaxy gegen Chivas USA hier in Los Angeles. Beide sind Teams aus Los Angeles, und beide nennen das Home Depot Stadium ihr Heimstadium, was dazu fuehrte, dass es nicht nur spannend sondern auch ausverkauft war. David Beckham spielte nach uebereinstimmender Meinung von Hans und Janna sehr gut, und war massgeblich daran beteiligt, dass Galaxy mit 5-2 gewann.
Hans und Janna vor dem Galaxy Spiel im Home Depot Stadium

Soviele Tore machen natuerlich Spass, vor allem nachdem Janna in der Woche davor zweimal in San Diego bei Baseball Spielen war, in denen viele Stunden lang nichts aufregendes passierte. Wahrend sie beim Fussball Spiel waren, nahm Lisa an einem Shakespeare Festival teil. Lisa hat als Wahlfach 5x in der Woche "Drama" (die alternativen Faecher sind Kunst oder Musik) und ihre Lehrerin hatte die Kinder herausgefordert, fuer dieses Festival Kostueme zu erstellen. Und das meinte sie zu meinem grossen Erstaunen total ernst. Lisa's Gruppe (drei Maedchen) sollte ein Kleid fuer eine Lady-in-Waiting zur Zeit Shakespeare's erstellen und es auf dem Festival vorfuehren, wobei eines der Maedchen die Lady-in-Waiting verkoerperte und das Kleid trug und die beiden anderen die Schneider darstellten, die ihre Arbeit einer Jury erklaerte, die die Queen verkoerpern sollte und mit "Your Majesty" angeredet werden musste. Wir reden hier von 11-jaehrigen Maedchen, die keinen Knopf annaehen koennen! Die Muetter der anderen Maedchen waren zwar hilfsbereit, hatten aber weder eine Naehmaschine noch irgendwelche Naeherfahrungen und wir alle durften nur anleiten, nicht naehen. Unmoeglich? Das dachte ich auch, aber dann haben wir uns ans Werk gemacht. 4 Wochen und ca. 25-30 Stunden (pro Person!) spaeter war es fertig. Ich hatte den Kindern vom Schnittmuster und Stoff aussuchen bis zum Reissverschluss einnaehen alle noetigen Schritte beigebracht und mit ihnen ihre Vorfuehrung eingeuebt, ein Reifrock wurde von einem der anderen Maedchen erstellt und die Kopfbedeckung von der dritten im Bunde. Wir lagen 50 cents unter unserem Budget von $75 (sonst waeren wir disqualifiziert worden) und ihre dazugehoerige Recherche war auch in letzter Minute und einer Nacht-und Nebelaktion fertig geworden. Die Kinder gingen auf ihr Festival, stellten ihr Kleid vor und gewannen den ersten Preis! Ich bin noch immer fassungslos, gleichzeitig aber auch angespornt, manchmal ruhig Dinge anzugehen, die man fuer unerreichbar haelt. Hier greift man gern nach den Sternen, dazu wird man herausgefordert und angespornt, aber das kommt woanders in der Welt oft als verrueckt an - "...die spinnen, die Amis". Aber ob es moeglich ist oder nicht weiss man oft genug nur, nachdem man es versucht hat.

Lisa traegt das Kleid (das fuer sie etwas zu gross ist) ohne Reifrock und Kopfbedeckung

Shamitha, Alejandra und Lisa nach der Preisverleihung

(und wie immer: wenn man auf's Foto klickt wird es groesser)

Saturday, April 12, 2008

April



Jetzt habe ich drei Wochen nichts veroeffentlicht, weil ich das Eroeffnungsphoto so sehr mochte und es mit nichts ersetzen wollte. Aber die Welt dreht sich weiter......
Hier ist noch immer schoenster Fruehling, den wir in vollen Zuegen geniessen. Am letzten Wochenende sind wir ca. 2 Meilen von hier entfernt in einem Naturschutzgebiet durch ein Meer von meterhohem Ackersenf gelaufen, das war richtig klasse. Bald wird alles wieder verblueht sein - eigentlich schade.
Vor ein paar Wochen haben wir kurz vor Sonnenuntergang mit einem gemieteten Flugzeug eine lange Runde ueber Los Angeles gedreht. Waehrend Hans flog, haben Lisa und ich fotografiert wie die Weltmeister. Es war nicht ganz einfach, durch die verkratzten Plastikscheiben und nur mit Restlicht gute Fotos zu machen, aber ein paar sind trotzdem gut geworden. Das erste Foto unten ist ueber downtown aufgenommen, mit Blick in Richtung San Pedro im Sueden (hinter dem Huegel) nachdem die Sonne gerade untergegangen war. Das andere Foto ist ein Blick in mittlerweile totaler Dunkelheit auf den Hafen von San Pedro. Los Angeles ist schon ziemlich beeindruckend, wenn es nur noch ein riesiges Lichtermeer ist. Wenn ich Lisa nach dem Highlight der letzten Wochen fragen wuerde, waere die Antwort mit Sicherheit: unser Besuch bei den Fox Studios. Die Girl Scouts hatten ein Movie Screening arrangiert, in dem ein noch nicht veroeffentlichter Film auf dem Studiogelaende gezeigt wird, wo er gedreht wurde. In diesem Fall war es "Nim's Island" mit Abigail Breslin (Little Miss Sunshine) und Jodie Foster. Abigail Breslin (11 Jahre) war zu diesem Anlass anwesend und wurde auf ihren Wunsch hin feierlich (und unter grossem Gekreische und Blitzlichtgewitter!) bei den Girl Scouts aufgenommen. Lisa war hin und weg von der ganzen Atmosphaere auf dem Studiogelaende (..und den 6 echten Oscars hinter Glas im Kino) und will seitdem spaeter bei Fox Studios arbeiten.

Monday, March 17, 2008

Die Wueste blueht



Meine letzten zwei Geburtstage hatte ich in der Wueste gefeiert, 2006 in Las Vegas, 2007 in Palm Springs, und so sollte es auch in diesem Jahr sein, wo wir uns fuer ein Camping Wochenende in der Anza Borrego Wueste entschieden hatten. Im Gegensatz zum 40 Grad heissen Palm Springs war es hier allerdings recht kalt, mit Tagestemperaturen um 15 Grad, nachts um 6 Grad, sowie eisigem Wind und Regen am Abend und nachts, was den Spass am zelten durchaus mindern kann. Die Zeltverankerungen halten auch nicht in lockerem, sandigem, nassem Wuestenboden, so dass wir jede Menge massive Felsbrocken brauchten, um unsere Heringe und das Zelt am Boden zu halten. Kalifornische Zelte sind auch nicht sonderlich regendicht, was zu Pfuetzen im Zelt fuehrte.....aahhhh, die Freuden des Zeltens. Aber waehrend fast alle um uns herum hastig abbauten, haben wir durchgehalten und wurden am naechsten Morgen mit strahlendem Sonnenschein und einem fast leeren Zeltplatz belohnt (er was ausgebucht gewesen). Unser eigentliches Ziel war die "bluehende Wueste" gewesen, und hier wurden wir nicht enttaeuscht. Im Moment blueht es in fast ueberall in Kalifornien, die sonst "goldenen" kalifornischen Huegel und Berge sind z. Zt alle gruen, oft mit grossen gelben, orangen oder lila Blumenteppichen durchsetzt, ein toller Anblick. In der Wueste ist dieser Effekt noch verstaerkt. Im Augenblick ist es ein riesiges Blumenfeld, dass sich meilenweit in alle Richtungen ausdehnt. Natuerlich waren wir nicht die einzigen, die von diesem Spektakel angezogen wurden, viele kommen fuer dieses seltene und kurze Schauspiel aus allen Winkeln der USA angereist. War schon witzig auf staubigen, buckligen Sandpisten durch die Wueste zu kurven, wo der Strom der Autos in beiden Richtungen kaum abriss und man kaum auf die andere Seite kam, nachdem man kaum einen Platz fuer's Auto finden konnte. Aber das galt zum Glueck nur fuer die beiden populaersten Blumenfelder, die Wueste ist gross und die Mengen verlaufen sich dann doch.


Monday, March 10, 2008

Und weil's so schoen war, gleich noch mal...


Mittlerweile ist es recht warm geworden (um die 25 Grad), bei meinem nachmittaeglichen Gang mit dem Hund komme ich selbst leicht bekleidet ins schwitzen, deshalb war das letzte Wochenende wohl die letzte Gelegenheit, noch einmal in unseren Bergen Ski zu fahren. Lisa war mit den Girl Scouts zum Langlaufen in Big Bear, und so hatten Hans und ich ein rares Wochenende ganz fuer uns allein. Samstag frueh ging es wieder auf zum Mount Waterman, einem uralten, kleinen Skigebiet, dass seit vielen Jahren still gelegen hatte und nun von einer Gruppe von Freunden dieses Skigebiets gekauft und wieder eroeffnet worden war. Alles ist sehr "retro", nichts ist modern oder schnell, aber die Stimmung ist herrlich relaxed und ruhig, sehr familiaer, nach nur kurzer Zeit hatte man jeden gesehen. Den mindestens 70jaehrigen Snowboarder (er war gut!), den ebenfalls sehr guten Jungen im kurzaermeligen T-shirt, der sein Skateboard umgebaut hatte und nun mit einen abgesaegten Ski statt mit Raedern im Schnee "skatete" (seine Schuhe waren nirgends fest), und auch die Ski Patrol, die es sich in ihren Rettungsschlitten gemuetlich machten und lasen. In so einer entspannten Atmosphaere habe ich mich nach sechs Jahren auch mal wieder auf die Bretter gewagt und mich auf der Anfaengerabfahrt (bunny slope) vergnuegt, waehrend Hans auf den steileren Abfahrten seinen Spass hatte. Ich spuere noch immer meine Oberschenkel, aber es war klasse und ich freu mich schon jetzt auf die naechste Saison.

Thursday, March 06, 2008

California Weekend

Was ist ein California weekend? Nun, die Originalversion faengt am Samstag morgen ganz frueh mit ein paar Stunden surfen an - morgens sind die besten Wellen und richtige Surfer stehen dafuer auch mit den Huehnern auf. Danach geht's ab auf 2000 m nach Big Bear in den Schnee, je nach Laune skilaufen oder snowboarden bis es dunkel wird. Und nun geht's ab in die Wueste nach Palm Springs, wo noch etwas gefeiert wird und man dann am naechsten Tag laessig im Pool abhaengen kann. Man kann auch erst nach Palm Springs fahren und dann nach Big Bear....
Hans und Janna haben sich am letzten Wochenende mit der abgekuerzten Version vergnuegt. Zuerst ging es im Morgengrauen in die Berge zum skilaufen und am Sonntag stand dann skaten am Strand mit der ganzen Familie auf dem Programm.
Februar und Maerz sind sehr gruene Monate hier, nach den ueblichen Winterregenfaellen waechst alles ploetzlich als gaebe es kein morgen. Die sonst so vertrockneten Huegel sind bedeckt mit hohem gruenen Gras, gelbem Flachs und wuchernden Wildblumen, ein wunderschoener Anblick. Um auch einmal die Wueste in voller Bluetenpracht erleben zu koennen, werden wir am 15./16. Maerz in der Anza-Borrego Wueste zelten. Bisher kamen wir immer zu frueh, die Bluete dauert nur knapp zwei Wochen, dann ist alles wieder vorbei. Wir hoffen, dieses mal mehr Glueck zu haben, ich will schliesslich nicht umsonst meinen Geburtstag frierend in einem Schlafsack auf einer duennen Matte verbringen.
Ansonsten geht hier alles seinen mehr oder weniger gewohnten Gang, Janna schlaegt sich mit ihrer Diplomarbeit und fuer sie ungewohnten amerikanischen Besonderheiten/Eigenschaften herum, Lisa hat nach einem Wechsel ihrer Tanzschule erneut ihren Spass (und Ehrgeiz!) am tanzen entdeckt und fuer Hans steht in einigen Monaten ein neuer Raketenstart an. Ich gebe nach wie vor Lamaze-Kurse und bin wie in jedem Fruehling vom "ich-will-meinen-Garten-neu-gestalten"-Virus erfasst. Ist ne regelrechte Krankheit :-))
Was gibt es Neues bei Euch?

Wednesday, February 06, 2008

Amerikanische Wahlen

Gestern durfte Hans zum ersten Mal waehlen, ich muss zugeben, ich war richtig neidisch. Wir koennen ja schon seit Ewigkeiten nicht mehr in Deutschland waehlen weil wir dort nicht mehr gemeldet sind. Und hier muss man Staatsbuerger sein, um wahlberechtigt zu sein, was Hans ja nun seit fast einem Jahr ist. Mir bleibt leider nur die Rolle der Zuschauerin in diesem sehr sehr spannenden Wahlkampf, von dem sich alle so viel erhoffen und versprechen. Selbst Lisa verfolgt die Vorwahlen total gespannt und begeistert - und was ist ihr Favorit? Dreimal duerft ihr raten.......Obama. Auch ich druecke ihm ganz fest die Daumen. Wer Lust hat kann sich hier ja mal im "comment" Feld mit Kommentaren auessern, mich wuerde interessieren, wie diese Wahl und die Kandidaten in Deutschland ankommen.