Tuesday, September 04, 2007

Ferienende


Der Alltag hat uns wieder, auch die laengsten Ferien haben einmal ein Ende.
Nach unserer Rueckkehr aus Montana ging es fuer mich und Hans flugs zurueck zur Arbeit, aber fuer Lisa gab es noch einen letzten Leckerbissen: wir haben endlich unser erstes richtiges Surfboard (2,40m lang!)gekauft und fuer eine Woche lernte sie zusammen mit ihrer besten Freundin Delaney in einem Surf Camp die Grundbegriffe des surfens. Ich habe sie ja gluehend beneidet, denn waehrend wir bei Rekordtemperaturen arbeiten mussten, konnte sie sich im Wasser und am Strand austoben. Sie war soviel im Wasser, dass ich mich wundere, warum ihr noch keine Schwimmhaeute wachsen.
Ein Orientierungsnachmittag in ihrer neuen Schule holte dann Lisa etwas zurueck aus ihren Wolken; von nun an werden die Ansprueche hoeher und das Schulleben strenger - das ganze Schulsystem ist von nun an wesentlich rigoroser angelegt...Lisa ist recht skeptisch. Aber die Schuluniform ist gekauft (blau und weiss), die Sportsachen mit dem aufgedruckten Schulnamen und den Schlabberhosen bis zum Knie fuer den taeglichen Sportunterricht ebenfalls und ab morgen faengt ein neuer Abschnitt an.

Sunday, August 26, 2007

Yellowstone - Montana


- Blick aus unserer Scheune auf der Deer Haven Ranch -

Unser Urlaub ist vorueber - viel zu schnell, wie immer. Yellowstone ist jedes Mal ein Erlebnis, es gibt dort einfach so viel zu sehen. Der Park ist riesig gross und bietet nicht nur jede Menge wilde Tiere in ihrem relativ unangetasteten und wunderschoenem Lebensbereich, sondern auch eine Vielfalt von geologisch interessanten Formationen, die stinken, blubbern, dampfen, explodieren oder manchmal einfach nur wunderschoen sind. Es gibt weite Taeler, Fluesse, heisse Quellen, Geysire, breite Canyons, tiefe Wasserfaelle und hohe Paesse.
Und in dieser interessanten Landschaft tummeln sich u.a. viele Hundert Bueffel, jede Menge Elche, Rotwild, Rehe, Koyoten, Adler, Baeren und ca 200 Woelfe, von denen wir alle (bis auf die Woelfe) in freier Wildbahn erleben konnten. Es ist schon beeindrueckend eine riesige Herde Bueffel in einem Flusstal zu beobachten (oder wie hier auf dem Foto vor heissen Quellen).
Aber Yellowstones Saison ist kurz und es ist recht voll im Sommer, und so waren wir froh, dass wir zur Abwechslung eine komplett eingerichtete Wohnung in einer grossen Scheune auf "unserer" Ranch hatten, auf der wir ca. 120 Hektar Land und fast 2 km Flussufer vom Yellowstone River ganz fuer uns hatten.
OK, nicht GANZ fuer uns allein, die beiden Besitzer wohnten im etwas entfernten Haupthaus und ca, 100 Tiere lebten um uns herum auf den Weiden.

- Unsere Scheune, eingehuellt in Rauch von nahen Wildfeuern -

Der Ranchbesitzer war uebrigens Al Feldstein, der 30 Jahre lang der Editor vom "MAD" Magazin war, bis er vor 20 Jahren in Rente ging und sich diese Ranch kaufte und fortan malte. Seine wesentlich juengere Frau Michelle hat ein weiches Herz fuer Tiere und begann, Tiere aufzunehmen, die niemand mehr wollte oder die misshandelt worden waren. Mittlerweile hat sie 56 Pferde, 20 Miniatur Pferde, 15 Lamas, 5 Esel, ein Burro, ein Halb-Zebra (halb Zebra, halb Maultier), einen lebhaften Huehnerstall, 6 Hunde und 25 Katzen, allesamt ungewollt. Abends holte Michelle immer Lisa ab, um mit ihr zusammen auf ihrer "ranch-machine" die Tiere fuer die Nacht auf eine kleinere Koppel bei unserem Haus zu treiben und dabei erzaehlte sie Lisa die Geschichten von jedem Tier. Mit der Zeit brachte sie sogar Lisa bei, die ranch-machine zu fahren (wie ihr auf dem Foto sehen koennt). Und so verbrachten wir herrlich faule Tage auf der Ranch, fuhren nach Yellowstone, unternahmen eine Wildwasser Flossfahrt auf dem Yellowstone River waehrend eines heftigen Gewitters, gingen reiten oder badeten in heissen Quellen. Es ist schwer, genau in Worte zu fassen, was so besonders war, aber ich glaube unser Wunsch, dorthin zurueckzukehren zeigt, wie sehr es uns gefallen hat.

Thursday, August 02, 2007

Kommentare hinterlassen fuer Einsteiger

Ich hoere immer wieder, dass ihr ja gerne Kommentare hinterlassen wuerdet, wenn ihr nur wuesstet, wie das geht. Es umfasst zwar mehrere Schritte, geht aber wirklich schnell und einfach....auf geht's:
1.) Klickt auf "comments" am Ende der Veroeffentlichung
2.) Hinterlasst euren Kommentar in der Box "leave your comment".
3.) Tippt die darunter stehende wilde Buchstabenfolge in dem Kaestchen
"word verification" nach.
4. Danach sucht euch eine Identitaet aus. Wenn ihr auf "Other" klickt, braucht ihr nichts weiteres mehr angeben.
5. Klickt auf "Publish your comment" - das war's.

Um ihn auch lesen zu koennen, muesst ihr den blog neu laden. Manchmal dauert es eine paar Sekunden, bis er erscheint.

Wednesday, August 01, 2007

Und der Sommer geht weiter...



Die letzten drei Wochen sind rasend schnell vergangen - wenn ich zurueckblicke kann ich kaum glauben, wo wir ueberall waren und was wir alles gemacht haben. Ich kenne Los Angeles und Umgebung mittlerweile recht gut, zumindest die interessanten Gegenden, aber alles in so kurzer Zeit ansehen und dabei noch taeglich 6 Stunden arbeiten war doch recht intensiv. Marlene und Lisa hatten es dabei etwas besser, sie haben morgens immer lange geschlafen, waren mit dem Hund spazieren und waren, wenn ich um 2 Uhr von der Arbeit kam, unternehmungslustig und abmarschbereit. Aber wie ihr auf dem dritten Photo sehen koennt, waren sie auch manchmal erschoepft....


Von Santa Monica (s. zweites Photo, Santa Monica Pier - im Riesenrad), Venice Beach, Beverly Hills und Hollywood ueber Manhattan Beach, Hermosa Beach, Redondo Beach, Seal Beach, und Huntington Beach, wir haben nichts ausgelassen. Mir hat unser Ausflug nach Seal Beach und Huntington Beach (s. erstes Photo, bei einem Surf Wettbewerb) am meisten Spass gemacht, aber auch der unerwartete aber tolle Flohmarkt in Hollywood war klasse. Zum Ende hin ging mir dann langsam die Puste aus, und ich habe das Wochenende nachdem Marlene abgereist war erstmal zum erholen genutzt. Ganz hat es wohl nicht gereicht, denn am Montag erwischte mich eine Sommergrippe, die mich erstmal fuer drei Tage schnurstracks ins Bett befoerdert hat. Aber das schlimmste ist nun ueberstanden und ich beginne langsam, unseren Urlaub in Montana/Yellowstone vorzubereiten, der vom 10.-22. August geplant ist. Wir haben eine umgebaute Scheune auf einer Ranch gemietet, die gerettete Tiere haelt, direkt am Yellowstone River in Paradise Valley, ca. 30 Meilen noerdlich von Yellowstone, allein das hoert sich schon paradiesisch an.

Monday, July 09, 2007

Sommer


Sommer, Ferien, Palm Springs, San Diego, Marlene, Mammoth und Yosemite......wo soll ich bloss anfangen? Am Anfang? OK, ich versuche mal, die letzten drei Wochen zusammenzufassen.
Am ersten Ferienwochende (22.-24. Juni) ist Lisa mit ihrer Girl Scout Gruppe fuer drei Tage nach San Diego gefahren, wo sie einen Tag in Sea World und einen Tag im Wild Animal Park verbracht haben und ansonsten einfach nur jede Menge Spass hatten. Und waehrend Lisa sich 2 Stunden suedlich von LA vergnuegte, haben haben Hans und ich uns ein romantisches Wochenende in einem ultra-stylischen Hotel in Palm Springs 2 Stunden oestlich von uns gegoennt. Sonntag abends waren wir alle wieder zurueck von unseren Ausfluegen und am folgenden Montag begann Lisa's 4-taegiges Basketball Camp, was am Donnerstag Nachmittag zuende ging. Perfektes timing, weil genau dann Marlene, die 17-jaehrige Tochter meiner Schwester Ute einflog, um 4 Wochen mit uns zu verbringen und um sich um Lisa zu kuemmern waehrend ich arbeite. Wir kamen gerade noch rechtzeitig vom Flughafen zurueck, um Lisa vom Camp abzuholen, und damit fingen die Ferien richtig an. Lange schlafen und tun, wozu man Lust hat..... Naja, das war zumindest der Plan, der sich gleich wieder in Wohlgefallen aufloeste, als einen Tag spaeter meine Freundin Debbie fuer 3 Tage mit ihren drei Kindern aus Colorado zu Besuch kam (sie wohnten allerdings bei ihrer Mutter). Sleepover und Tage am Strand mit guten Freundinnen folgten, hektisch aber trotzdem schoen. Marlene war auch begeistert, Strand in Kalifornien hatte ganz oben auf ihrer To-Do-Liste gestanden, wovon ihr der Strand in Laguna Beach am besten gefiel. Debbie fuhr wieder nach Colorado zurueck und wir bereiteten uns auf unsren Trip nach Mammoth vom 4.-8. Juli vor. Am Mittwochmorgen gings los, durch die gluehendheisse Wueste, hinein in die immer noch recht heissen Berge auf ca. 2600m Hoehe. Am ersten Abend haben wir uns die zahlreichen Seen angesehen und sind gleich auf Anhieb auf einen Baeren gestossen, der auf der Suche nach seinem Abendessen war und sich dabei gar nicht daran stoerte, dass ueberall Menschen und Autos waren.... er wanderte zielstrebig durch sie hindurch und kam uns so nah, dass wir ins Auto fluechteten - und dabei fotografierten wie die Weltmeister!
Die Hoehe, die Hitze und die extrem niedrige Luftfeuchtigkeit (5%!) machten uns allerdings am Anfang zu schaffen, ganz besonders am zweiten Tag, als wir im "Devil's Postpile National Monument" gewandert sind. Den Tag darauf sind wir ueber den Tioga Pass (ca. 3.300m) nach Yosemite gefahren, wo wir einige kleinere Wanderungen gemacht haben, die trotz noch groesserer Hoehe schon wesentlich besser gingen. Auf dem Weg zurueck haben wir uns noch Mono Lake und June Lake angesehen, und danach waren wir redlich geschafft. Am Samstag mieteten wir auf besonderen Wunsch von Lisa und Marlene Kanus, mit denen wir Lake Mary unsicher machten.....und danach ging es ab in unseren Pool. Ein richtig erholsamer Ferientag, musste auch mal sein.


Auf der Rueckfahrt kamen wir mehrmals durch trockene Wuestengegenden, die noch am Tag davor wegen Feuer gesperrt waren und erst ein paar Stunden vorher wieder freigegeben worden waren. Wir konnten jede Menge schwarze Erde und verkohlte Buesche sehen, an einigen Stellen qualmte es, an anderen brannte es noch. Ueber uns flogen Helikopter die grosse Saecke mit Wasser heranschleppten und es ueber dem Feuer fallen liessen. Es wird ein "feuriger" Sommer werden, seit ueber hundert Jahren hat es noch nie sowenig Niederschlag wie in der letzten Saison gegeben, alles ist supertrocken und brennt schon fast beim hingucken.
San Pedro hat uns jetzt wieder und von nun an bleiben wir im Bereich von Los Angeles, es gibt hier mehr als genug zu sehen und zu tun.

Tuesday, June 19, 2007

Graduation Day


Mit Graduation verbindet man ja eigentlich eher das Ende der College Zeit und viele kennen wahrscheinlich die graduation Kleidung: den seltsamen, formlosen Umhang und die eckige Kappen mit dem Bommel. Hier nimmt man das nicht so genau und Graduations werden gefeiert, sobald man eine Schule erfolgreich absolviert hat, und sei es die Grundschule, in der man gar nicht scheitern kann. Lisa's Schule hatte auf die "caps and gowns" - wie die Kleidung hier heisst - verzichtet und uniforme hellblaue T-Shirts mit dem Schullogo ausgegeben, ansonsten aber eine recht feierliche Zeremonie inszeniert, mit Schulchor, einigen Reden und einigen unerwarteten Auszeichnungen fuer die 120 Schueler/innen der vier fuenften Klassen. Am Ende war auch Lisa stolze Empfaengerin von der hoechsten Auszeichnung die sie zu vergeben haben und Hans und ich sassen ebenso stolz im Publikum und applaudierten. Danach fing der Spass erst richtig an: einige Eltern hatten einen Beach Tag organisiert und so ging es gleich von der Schule aus zum Strand und ab ins eiskalte Wasser. Nach einem Nachmittag am Strand ging es dann weiter mit einem Abend bei einem der Maedchen aus der Klasse, die zu "Dinner and Jacuzzi" eingeladen hatte, genauer gesagt zu Pizza im Whirlpool.
Morgen ist dann Lisas letzter Schultag in ihrer Grundschule, im September faengt dann ihre Middle School Zeit an. Hier gibt es keine Schultrennung zwischen klugen und nicht so klugen Kindern, hier sind alle Kinder bis zum Ende der Schulzeit immer in der gleichen Schule. Die Middle School geht von der sechsten bis zur achten Klasse, danach kommt dann die High School von der neunten bis zur zwoelften Klasse.
Aber bevor es weiter geht kommt erst noch ein laaaanger und hoffentlich wunderschoener Sommer!

Wednesday, June 13, 2007

Chiminea


Ich muss zugeben, bis vor ein paar Tagen wusste ich auch nicht, was eine "Chiminea" ist. Nun haben wir eine und koennen gar nicht glauben, warum wir da nicht schon eher drauf gekommen sind. Es ist eine Art kleiner Lehm/Tonkamin fuer draussen und er steht nun dort, wo bisher unser Brunnen gestanden hat. Nachdem Hans mit dem Presslufthammer und viel Schweiss den einzementierten Brunnen abgebaut hatte, habe ich die Stelle als Mini-Wuestenlandschaft angelegt und dann kam unsere Feuerstelle darauf....und seitdem sitzen wir abends in Decken gehuellt (hier ist es kalt nachts!) davor und roesten Marshmellows.